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Nachdem die Lebensmittelgaben von Pfarrer Tobias Merz gesegnet wurden, übergaben die Kinder mit Kindergartenleiterin Yvonne Kappler die Spende an den Tafelladen. 

Der Kindergarten St. Josef und die Pfarrgemeinde sammelten wieder Lebensmittel für den Gaggenauer Tafelladen. Die Lebensmittelgaben wurden dabei im Rahmen des Erntedankgottesdienstes gesegnet und später durch die Leiterin des Kindergartens, Yvonne Kappler, dem Tafelladen übergeben.

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Das Klartext-Team, eine Publikation des Betriebsrats der König Metall GmbH & co KG, Gaggenau, hatte im vergangenen Jahr anlässlich 111 Jahr König Metall eine besondere Idee. Üblicherweise wird "Klartext" kostenlos an Mitarbeiter, Liefeanten, Kunden und Interessierte abgegeben. Diese "Zeitreise durch 111 Jahre König Metall" konnte man ebenfalls kostenlos erhalten, allerdings gab es die Bitte, in diesem besonderen Fall zwei Euro für "Klartext spezial" zu bezahlen, um diese Euro als Spenden einer Gaggenauer sozialen Einrichtung zukommen zu lassen. Das Ergebnis: 700 Euro. Peter Schwab, Betriebsratsvorsitzender, und Patrick Viola, Betriebsrat und Redakteur von Klartext, übergaben jetzt den Betrag der Gaggenauer Tafel. Franziska Milich und Bettina May vom Leitungsteam der Tafel nahmen die Spende mit Freuden entgegen. Im "Klartext spezial", von dem einige Examplare im Tafelladen ausliegen, ist nicht nur die Geschichte von König Metall beschrieben, sondern auch, wie in Gaggenau "die Industrie laufen lernte;;;". Die Tafel bedankt sich bei allen, die zu dieser großzügigen Spende beigetragen haben.

Nachdem die sechs Erstklässer von Familien, die Kunden der Gaggenauer Tafel, Arbeitskreis im DRK, Ortsverein Gaggenau e.V., sind, bereits vom „Murgtal-Basar“ mit Scout-Schulranzen, gefüllt mit allem, was ein Schulanfänger benötigt, ausgerüstet wurden, hat jetzt auch noch „Punktlandung“, Kuppenheim, ein kleines Geschenk für sie überreicht.
Neben einer lustigen Tasse, Leckereien und Buntstiften enthielt das Präsent einen Schutzengel-Gruß. Auch die Erstklässler der Tafeln in Baden-.Baden und Rastatt wurden von Punktlandung, 2010 in Kuppenheim gegründet, mit einem Geschenk bedacht. Zur Firmenphilisophie von Punktlandung gehört soziales Engagement insbesondere für Kinder.

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Foto v.l.n.r. Ursula Klek, Punktlandung, Heidemarie Rahner, Marktleiterin Gaggenauer Tafel, Susanne Willing-Zunker und Hella Dittrich, Punktlandung.

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Jakob Milich ist ein Mann der ersten Stunde im Gaggenauer Tafelladen / Als technischer Leiter fast täglich in der Sortierstelle

Jakob Milich ist ein viel gefragter Mann an diesem Morgen. In der Sortierstelle der Gaggenauer Tafel sind die Helfer fleißig dabei, die eingehenden Waren für den nachmittäglichen Verkauf vorzubereiten. Milich ist "ein Mann der ersten Stunde". Im Gottesdienst habe er 2008 davon gehört, dass inder Benzstadt ein Tafelladen eingerichtet werden soll. "Da wusste ich, da will ich mithelfen."

"Mit nichts haben wir damals begonnen", erinnert er an die Anfänge in der Bahnhofsstraße, wo er damals zusammen mit zahlreichen Helfern den Laden für seine künftigen Zwecke umgebaut hat. Er nennt beispielhaft die Alterskameraden der Feuerwehr. "Die Möbel haben wir aus Krankenhäusern zusammengesucht und den Laden renoviert. Heute, fünf Jahre später, blickt er auf ein "sehr gut funktionierendes kleines Unternehmen." Stolz ist er auf das gute Warenangebot, dass durch viele bereitwillige Spender in der Region vorgehalten werden könne.

Die technische Leitung obliegt dem 75-Jährigen, der gerade nochmals Opa geworden ist. 2009 habe die Tafel die Räumlichkeiten in der Unimogstraße beziehen können. Auch da war er federführend tätig. Die Arbeit im 13-köpfigen Leitungsteam, dem er angehört, bereite ihm sehr viel Spaß, sagt Milich. Fast jeden Tag sei er in der Sortierstelle anzutreffen, sein Aufgaben- und Verantwortungsbereich ist umfassend: Warenprüfung, das Wachen über die Einhaltung der Hygiene-Vorschriften und die Personalplanung sin nur drei seiner Tätigkeitsfelder. Er zeigt seine Personaltafel: Sind genug Sortierer und Fahrer da? Wer kann wann nicht oder fällt kurzfristig aus? Milich muss den Überblick behalten. Mehr als 70 Ehrenamtliche zählt die Gaggenauer Tafel, Arbeitskreis im DRK-Ortsverein Gaggenau, derzeit. Auch Milichs Frau Franziska fühlte sich vor fünf Jahren von dem Konzept angesprochen, sie ist als Marktleiterin tätig. 

Fast 40 Jahre sei er im "Benz" beschäftigt gewesen, habe immer mit Menschen zu tun gehabt. Das habe ihm mit Eintritt in der Ruhestand gefehlt, erzählt Jakob Milich. Auch deshalb sein Engagement für die Tafel. Und noch einen Beweggrund nennt der Donau-Schwabe: "Als ich nach Deutschland kam, war ich arm und hatte nur einen Koffer. Doch ich durfte in einer sehr guten Zeit leben, ich hatte viel Glück." Einen Teil dieses Glücks möchte er nun zurückgeben. "Es ist traurig, dass es in einer Industrieregion so viele Menschen gibt, die unsere Hilfe benötigen", sagt Milich.

Die Tafel-Kunden kommen von Bischweier bis Forbach, 60 bis 65 seien es pro Einkaufstag. "Wenn ein Kunde kommt und die Hand drückt und sagt: Schön, dass es euch gibt", dann sei das wie ein Lohn für ihn. "Ich habe noch keinen Tag bereut", betont er, denn "die Arbeit hier macht luschdig". Sagt's und führt vom Besprechungsraum zurück zu seinen Kollegen in die Sortierstelle: "Wir sind gut drauf", spricht er auch für die anderen Helfer und lacht.

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Der Arbeitskreis "Gaggenauer Tafel" sieht sich auf einem guten Weg / Derzeit 140 Berechtigte aus dem Murgtal

Insgesamt fast 400 Kundenausweise für die "Gaggenauer Tafel" sind mittlerweile ausgestellt worden. Sie sind jeweils ein halbes Jahr gültig. Derzeit sind rund 140 Menschen berechtigt, dort einzukaufen. Über die Entwicklung der Einrichtung berichtete der Leiter des Arbeitskreises "Gaggenauer Tafel", Josef Hartmann. Anlass war die Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Gaggenau.

Auch im vierten Jahr ihres Bestehens als Arbeitskreis im DRK Gaggenau sei die Tafel ein fester Bestandteil des öffentlich-sozialen Lebens in Gaggenau sowie dem Murgtal. Das Ladenlokal war an zwei Tagen pro Woche für die Bedürftigen geöffnet. Von den etwa 140 berechtigten Personen mit Kundenausweisen besuchten jeweils zirka 50 bis 60 Käufer an den Verkaufstagen den Tafellladen. Bis Ende 2012 wurden insgesamt 382 Kundenausweise ausgestellt. 

Um ein ausreichendes und vielfältiges Warenangebot präsentieren zu können, hat die Gaggenauer Tafel von montags bis freitags die neun Lebensmittelspender angefahren, berichtete Hartmann: "Die Lebensmittel wurden in den Räumen der Gaggenauer Tafel sortiert und aufbereitet, um einen hohen Qualitätsstandard an wertvollen Lebensmitteln zu gewährleisten." An den Verkaufstagen wurde bei acht Bäckereien das Brot des Vortags eingesammelt, und somit habe man eine gut gefüllte Backwarentheke vorhalten können. Ergänzt wurden die eingesammelten Waren durch Lieferungen aus der Verteilkette des Tafelverbands. Einmalig bekam man auch Fleisch- und Wurstwaren aus dem Edeka-Fleischwerk in Rheinstetten.

Doch nicht nur der guten Betriebseinrichtung und den Spenden sei es zu verdanken, dass das Angebot der Gaggenauer Tafel für Bedürftige gewährleistet werden könne: "Zu allererst waren es die zirka 70 ehrenamtlichen Mitglieder, die den sozial schwachen Mitmenschen des Murgtals durch ihre Arbeit die Lebenssituation verbessert haben."

Darüber hinaus gebe es ein knappes Dutzend Kunden, die sich ebenfalls in dei Arbeit des Ladens einbringen. Doch seien viele Kunden entweder körperlich nicht in der Lage mitzuhelfen. Alleinerziehende gebe es, die aus Zeitgründen keinen Dienst verrichten könnten. Zwischenzeitlich hat gegenüber dem Tafelladen die "Lebensmittel-Fundgrube" eröffnet, die sich ebenfalls mit preisgünstigen Waren am Markt behaupten will - allerdings mit kommerziellem Hintergrund. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass dieses Geschäft Auswirkungen auf die Kundenfrequenz oder Warenumsatz des Tafelladens habe, erläuterte Hartmann gestern im BT-Gespräch. Man verzeichne wie vorher auch zwischen 50 und 60 Kunden täglich.

Der Arbeitskreis plane derzeit einige Ersatzinvestitionen: Neues Fahrzeug, Tiefkühltruhe und PC stehen auf der Anschaffungsliste. Rund 80 Prozent der Einnahmen werden, so Hartmann, für den laufenden Betrieb gebraucht: Insbesondere Fuhrpark, Miete des Ladengeschäfts, Energiekosten und Versicherungen schlügen hier zu Buche. Der Haushaltsplan der Tafel sei abgekoppelt von dem des DRK-Ortsvereins, betonte der Leiter des Arbeitskreises.