Verein "Im Murgtal fürs Murgtal" spendet 1.400 Euro

Mit viel Talent und Fleiß haben 70 Kinder von Kunden der Gaggenauer Tafel zum Thema Weihnachten Bilder gemalt und gleichzeitig ihren Wunschzettel an den Verein "Im Murgtal fürs Murgtal" geschickt. Sie durften sich ein Geschenk im Wert bis zu 20 Euro wünschen. Die fünf schönsten Bilder erhielten einen Extra-Preis. Hubschrauber, Puppen, CDs, Lego, Autos, Spiele und vieles mehr. Die rund 1400 Euro für den Geschenke-Kauf stammen aus den Einnahmen des Murgtal-Basars, den der Verein jährlich ausrichtet. 

presse im murgtal fuers murgtal

Vorstandsmitglied Dr. Karolin Zebisch übergab Eltern und Kindern während der Öffnungszeiten des Tafelladens die Geschenke. Der nächste Termin für den Basar steht bereits, medet der Verein: 14. und 15. März 2015.

presse tafelladen

"Herzlich Willkommen", so heißt es in der Gaggenauer Tafel für Bedürftige neuerdings auch für die Flüchtlinge, die bereits im Murgtal, insbesondere in Gernsbach, Wohnraum gefunden haben. Für das Ausweis-Team der Tafel unter Leitung von Christian Ott ist das eine große Herausforderung: Fahrt zu den Unterkünften um die Daten aufzunehmen, Erläuterungen abgeben, informieren und Ausweise ausstellen, um im Tafelladen einkaufen zu können. Gefordert sind auch die fünf Marktleiterinnen, Heidemarie Rahner, Franziska Milich, Heidi Horcher, Angelika Maier und Bettina May im Tafelladen in der Bahnhofstraße 2. Statt durchschnittlich 50 Kunden ist die Zahl bereits auf 70 geklettert und wird sicherlich noch weiter steigen. 

Die gesteigerte Nachfrage bedeutet auch Mehrarbeit für den Fahrdienst unter Leitung von Jürgen Schönfuß. Tagtäglich müssen die Waren bei den Spendern (Discounter, Lebensmittelhändler und Bäckereien) abgeholt und in die Unimogstraße 1 gebracht werden, wo sich Sortierungsstelle und Lager befinden. An den Öffnungstagen, dienstags und freitags, stehen Transportfahrten zum Tafelladen in der Bahnhofstraße an. Jakob Milich, Leiter des Technischen Dienstes, wäre froh, wenn sich weitere Ehrenamtliche finden könnten, um beim Sortieren der ankommenden Waren morgens für ein bis zwei Stunden zu helfen. Werktäglich werden die Waren geprüft und sortiert, um entsprechend den Lebensmittel-Vorschriften am Tafelladen verkauft zu werden. Der Preis: zehn bis 15 Prozent des regulären Verkaufspreises. Oft gibt es dank großzügiger Sponsoren auch Sachspenden für die Kunden und deren Kinder. 

Für die Gaggenauer Tafel beginnt ab dem 1. Januar 2015 eine neue Phase. Sie wird in Zukunft von einem eigenständigen Verein getragen, der im Vereinsregister unter dem Namen "Murgtal Tafel Gaggenau e.V." geführt wird, wobei das alte Tafel-Logo "Gaggenauer Tafel" erhalten bleibt. Mit der Vereinsnamensgebung kommt zum Ausdruck, dass die Gaggenauer Tafel für das gesamte Murgtal von Bischweier bis Forbach und auch für Loffenau zuständig ist. Nach der einvernehmlichen Trennung von der Rastatter Tafel im April 2009 hatte die Gaggenauer Tafel als selbstständiger Arbeitskreis im DRK-Ortsverein Gaggenau e.V. Unterkunft gefunden. Nun ist sie "flügge" geworden und kann alleine weiterarbeiten. Dem DRK-Ortsverein und insbesondere dem Vorsitzenden Horst Neuendorf gebührt ein herzliches Dankeschön.

Die Gaggenauer Tafel wird, obwohl ehrenamtlich tätig, wie ein kleiner Mittelbetrieb geführt: Über 70 Ehrenamtliche sowie zwei Arbeitskräfte auf Minijob-Basis, 2 €-Jobber und Sozialdienstleistende wollen immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort eingesetzt sein. Personalverantwortlich für die nicht ehrenamtlich Tätigen ist Hansjürgen Zink. Josef Hartmann leitet das Tafel-Team und ist auch Vorsitzender des Vereins. Unter anderem erstellt er zusammen mit den Budget- und Buchhaltungs-Zuständigen, Waltraud Hartmann und Birgit Purkl, den Wirtschaftsplan. Nach diesen Zielvorgaben wird gearbeitet. Heinrich Konrad hat die Schriftführung übernommen. Damit die Bevölkerung über die Arbeit der Tafel aktuell unterrichtet wird, ist Ulrike Tobisch-Kohlbecker, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, im Einsatz. Sie berichtet an die Presse, die dankenswerterweise immer wieder die Tafel thematisiert. 

Ganz sicher ist: Die Gaggauer Tafel wird ihre Aufgaben auch künftig mit viel Zuwendung an ihre Kunden erledigen. Ohne das bürgerschaftliche Engagement der tatkräftigen Ehrenamtlichen und ohne die Warenspenden der Lieferanten sowie die großzügigen Geldspenden vieler Betriebe und Gaggenauer Bürgerinnen und Bürger wäre diese Einrichtung nicht lebensfähig udn viele Bedürftige im Murgtal ohne diese Unterstützung.

Den Kunden der Gaggenauer Tafel, zuständig für das Murgtal von Bischweier bis Forbach und Loffenau, hat die Bastelgruppe St. Jodok, Ottenau, eine große Freude bereitet.Mit dem Erlös des letzten Gebrauchtkleider-Marktes der Bastelgruppe konnte eine große Menge von Lebensmitteln gekauft werden, die nicht im ständigen Angebot der Gaggenauer Tafel zu finden sind: Salz, Zucker, Reis, Gries, Öl, Essig, Milch und Mehl brachten Gertrud Löffler und Ursula Pfistner, die Organisatorinnen der Bastelgruppe, ins Lager der Gaggenauer Tafel in der Unimogstraße. Von dort wird die Ware dann jeweils dienstags und freitags in den Tafelladen in der Bahnhofstraße gebracht. Auch der Erlös des nächsten Gebrauchtkleider-Marktes am 20.9. im Gemeindehaus St. Jodok soll wieder caritativen Zwecken zugeführt werden.

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v.l.n.r.: Gertrud Löffler und Ursula Pfistner von der Bastelgruppe St. Jodok, Ottenau

Hilfe kann auch ein Sprungbrett sein in das Berufsleben

"Engagement macht stark!", so das Motto der jährlichen Aktionswoche des Bundesnetzwerkes für Bürgerschaftliches Engagement (BBE). Die Ehrenamtlichen der Gaggenauer Tafel - nahezu 70 an der Zahl - suchen weitere Mitstreiter für ihre Arbeit. 

Bei der Gaggenauer Tafel sind außer den Ehrenamtlichen auch Langzeitarbeitslose oder Menschen, die einen Sozialdienst abzuleisten haben, beschäftigt sowie zusätzlich zwei Teilzeitkräfte. Eine dieser hilfreichen Kräfte mit einem Minijobhat nun, dank ihres Einsatzes bei der Tafel, einen Vollzeitjob gefunden, berichtet Ulrike Tobisch-Kohlbecker. Für sie wird Ersatz gesucht. Wer sich dafür interessiert - Mann oder Frau - sollte in der Lage sein, die Warensortierung in der Unimogstraße an den Tagen zu leiten, die bislang durch die scheidende Teilzeitkraft geleistet wurde und durch Ehrenamtliche nicht abgedeckt werden kann. Idealerweise sollten Erfahrungen im Lebensmittelbereich vorliegen, Teamfähigkeit und ein gewohnter Umgang mit Menschen sind erforderlich. 

Da auch bei der Tafel immer wieder Ehrenamtliche krank werden, sich inzwischen zu alt für die Arbeit fühlen oder aus sonstigen Gründen nicht mehr mitmachen können, werden zusätzlich Personen gesucht, die bereit sind, zum Beispiel bei der Sortierung zu helfen, im Ausweisteam mitzuarbeiten, beim Fahrdienst dabei zu sein oder sogar sich ausbilden zu lassen zur Fachkraft für Lebensmittelsicherheit, um im Tafelladen die Martleiterinnen zu unterstützen oder selbst auch Marktleiter zu werden. Neben der Erfahrung mit Leid und Freud der Tafelkunden biete die Tafel auch sinnvolle Weiterbildung in Seminaren, in der Vereinsarbeit, bei der Teilnahmen an Bundestreffen und vieles mehr. Erst kürzlich haben drei Mitglieder der Tafel am Seminar für die Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmittelsicherheit in Bad Herrenalb teilgenommen und das Diplom erhalten: Gudrun Herzog, Bettina May, Ulrike Tobisch-Kohlbecker.

Da die Gaggenauer Tafel für die Region von Bischweier bis Forbach und Loffenau zuständig ist, sind auch Menschen aus der gesamten Region angesprochen, die vielleicht Lust haben, bei diesem Projekt mitzuarbeiten. Im Tafelladen gibt es zum Beispiel am Dienstag- und Freitagmorgen Arbeit bei der Vorbereitung des Verkaufs, der um 13 Uhr beginnt. Da müssen die Regale gefüllt, Preise ausgezeichnet und die Backwaren eingeräumt werden.

Die Verantwortlichen würden sich bereits über Hilfen freuen, die an einem dieser Morgen auch nur zwei Stunden zur Verfügung haben, um zu helfen. Das Leitungsteam der Tafel mit dem Vorsitzenden Josef Hartmann hat darüber hinaus wie alle Vereine dafür zu sorgen, dass jüngere Ehrenamtliche den Fortbestand der Organisation sichern. Wer sich für die Tafelarbeit interessiert, kann über E-Mail, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, oder telefonisch mit Josef Hartmann, Telefon (07225) 1568, Kontakt aufnehmen.

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Unter der Devise: "Gemeinsam für die Menschen da" führte Edeka Südwest in seinen Centern und Märkten zum zweiten Mal eine Aktion für die Tafeln durch. Haltbare Produkte wie Reis, Spaghetti, Öl, Milch, Schokolade, Dosen mit Brechbohnen und Tomatensuppe befanden sich in den Tüten, die die Edeka-Kunden für fünf Euro zugunsten der Menschen mit geringem Einkommen kauften und in Sammelbehälter legten.

Rund 150 Tüten konnte Josef Hartmann, Leiter der Gaggenauer Tafel, die zuständig für die Region von Bischweier bis Forbach und Loffenau ist, vom Center-Leiter Nicolai Bär entgegennehmen. "Für unsere Tafel-Kunden sind solche Aktionen besonders wichtig, da diese Art von Produkten seltener im Angebot des Tafelladens vorhanden sind", erläuterte Hartmann. Das Center gehört zudem zu den Lieferanten, die die Gaggenauer Tafel das Jahr hindurch mit Warenspenden bedienen. Zusätzlich zur diejährigen Aktion stiftet Edeka Südwest 25.000 Euro an die Tafeln.