Laden will sich 2018 um 50 Quadratmeter vergrößern und auf Gelände des bisherigen Lagers umziehen

Der Gaggenauer Tafelverein lotet derzeit die Möglichkeiten aus, sich im Jahr 2018 um 50 Quadratmeter zu vergrößern und auf das Gelände des derzeitigen Lagers umzuziehen. Über diese Pläne am Standort in der Unimogstraße informierte Vorsitzender Josef Hartmann bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend. Man befinde sich bezüglich der Übernahme von weiteren Räumen mit der Daimler AG in Verhandlungen.

Derzeit gebe es 298 Inhaber von gültigen Kundenkarten, die zum verbilligten Einkauf in der Gaggenauer Tafel berechtigen. Die Kunden kommen zu 70 Prozent aus Gaggenau und Gernsbach; es folgen Forbach, Bischweier, Weisenbach, Loffenau und - neu - Sulzbach. Rund zwei Drittel der Berechtigten sind Flüchtlinge oder Asylbewerber, sagte Hartmann. Rund 70 ehrenamtliche Mitglieder sind aktuell für die Tafel im Einsatz. Sie leisteten im abgelaufenen Jahr mehr als 12000 Arbeitsstunden. Daneben werden zwei sogenannte Ein-Euro-Jobber und vier Minijobber beschäftigt. Sie sind von montags bis freitags im Dienst, um täglich circa 70 bis 100 Besucher aus Bischweier bis Forbach zu versorgen.

Gaggenauer Tafelverein zieht positive Bilanz / Kunden aus allen Murgtalgemeinden

Mit der Zusammenfassung, dass die Tafel auch 2016 wieder ein verlässlicher Lieferant von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln für Bedürftige war, eröffnete Vorsitzender Josef Hartmann die Jahreshauptversammlung am Freitagabend. Nach den Jahren des Aufbaus und der Konsolidierung als Verein stand das abgelaufene Jahr weiter unter dem Aspekt des hohen Anstiegs der zum Einkauf berechtigten Personen aus dem Vorjahr. Das bedeutete für die ehrenamtlichen Helfer eine hohe Belastung, die sie aber nach seinen Worten mit großem Engagement hervorragend meisterten und wofür er allen seinen Dank aussprach.

Die Arbeit fällt aber nicht nur im dienstags und freitags von 13 bis 15.30 Uhr geöffneten Laden in der Bahnhofstraße an. Von montags bis donnerstags werden täglich die großen "Lieferanten", hauptsächlich Lebensmitteldiscounter von Gaggenau bis Weisenbach, angefahren. Am Dienstag und Freitag sind zusätzlich noch Bäckereien und Lebensmitteleinzelhändler an der Reihe. Die bis zu 120 Kisten pro Tag werden von rund zwölf Mitarbeitern anschließend begutachtet und für den Verkauf im Laden zusammengestellt.

Durch zusätzliche Sachspenden und Sammelaktionen, aber auch Geldspenden, wird die Arbeit der Tafel finanziell gesichert, die allein durch die Verkaufserlöse nicht möglich wäre. 2016 waren dies zum Beispiel 420 Lebensmitteltüten im Wert von jeweils fünf Euro durch die Discounter, Sammelaktionen an Kindergärten und Schulen wie der Ottenauer Merkurschule oder in verschiedenen Firmen. In diesem Zusammenhang erwähnte Hartmann, dass die Spendenbereitschaft nach wie vor sehr groß sei und bedankte sich noch einmal ausdrücklich bei allen Unterstützern für die finanzielle Hilfe.

Schatzmeister Thomas Seifert musste in seinem Bericht von einem geringem Verlust berichten. Der "tut dem Verein aber nicht weh, da er keine kritische Höhe hat" und im laufenden Jahr voraussichtlich durch die Anpassung von Kalkulationsfaktoren wieder auf die erwünschte schwarze Null zurückgeführt werden könne.

Oberbürgermeister Christof Florus bedankte sich für das große ehrenamtliche Engagement bei der Tafel und bezeichnete die Helfer als "ganz wichtige Menschen". Da die Kunden aus allen Murgtalgemeinden jeweils rund 30 Prozent ausmachen, will er nachfragen, ob bei der Gesellschaft für kommunale Zusammenarbeit Murgtal eine Spende ermöglicht werden kann.

presse hurrle spende 2017

Mit einem Betrag von 5500 Euro unterstützt Hurrle Spezialtransport GmbH aus Gaggenau den Verein Gaggenauer Tafel. Bereits seit vier Jahren besteht die Zusammenarbeit zwischen der Gaggenauer Tafel und dem Unternehmen, berichtet die Tafel. Hurrle entsorgt den Bioabfall sowie Verpackungseinheiten aus Papier und Kunststoff, die täglich bei der Tafel anfallen. Das Material werde wertstoffgerecht auf die richtige "Entsorgungsschiene" gebracht, wie Geschäftsführer Ferdinand Hurrle (rechts) bei der Spendenübergabe erläuterte. So werden zum Beispiel verunreinigte Materialien in der Verbrennungsanlage in Mannheim zur Herstellung von Strom und Wärme verwendet. Josef Hartmann (links), der Leiter der Gaggenauer Tafel, bedankte sich bei Hurrle. "Sie zählen zu den wichtigsten Unterstützern der Tafel; ohne diese Hilfe müssten wir sehr viel Geld für die Entsorgung unseres Mülls aufwenden. Wir sind auch froh darüber, dass der Müll vollständig in die Verwertung geht."

Bereits seit vier Jahren besteht laut Mitteilung die Zusammenarbeit der Gaggenauer Tafel und der Firma Hurrle Spezialtransport aus Ottenau. Das Unternehmen entsorgt den Biomüll sowie Verpackungseinheiten aus Papier und Kunststoff, die täglich bei der Tafel anfallen.

Das Material wird wertstoffgerecht auf die richtige "Entsorgungsschiene" gebracht, wie Geschäftsführer Ferdinand Hurrle jetzt bei der Spendenübergabe von 5500 Euro erläuterte. So werden zum Beispiel verunreinigte Materialien nach Mannheim transportiert und dort in die Verbrennung gebracht, wo sie energetisch verwertet, das heißt in Strom und Wärme verwandelt werden. Josef Hartmann, der Leiter der Gaggenauer Tafel, bedankte sich bei Hurrle: "Sie zählen zu den wichtigsten Unterstützern der Tafel; ohne diese Hilfe müssten wir sehr viel Geld für die Ensorgung unseres Mülls aufwenden. Wir sind auch froh darüber, dass der Müll vollständig in die Verwertung geht."

200 Gutscheine für Buben und Mädchen von Kunden der Gaggenauer Tafel

presse lions club 2016

Der Lions Club Gernsbach/Murgtal und das City-Kaufhaus in Gaggenau bereiteten den Kinder der Gaggenauer Tafel-Kunden eine Weihnachtsfreude: Jeweils einen Gutschein im Wert von 20 Euro, der im City-Kaufhaus eingelöst werden kann.

Der Gutschein ist wie eine Scheckkarte zu nutzen: der Betrag kann auf verschiedene Einkäufe aufgeteilt werden. Die Spende des Lions Club Gernsbach-Murgtal, dessen Mitglieder aus verschiedenen Städten und Gemeinden des Murgtals stammen, beträgt 3000 Euro. Das Geld entnehmen die Lions aus den Erlösen des Benefizkonzerts im Sommer auf Schloss Eberstein und des Verkaufs ihres Adventskalenders Murgtal. Die restlichen 1000 Euro ? für die 200 Gutscheine spendete das City-Kaufhaus.

Lions-Präsident Dr. Harald Fritz betonte: "Wir wollen uns im sozialen Leben und Umfeld des Murgtals engagieren und der Gesellschaft etwas von dem, was wir erreichen durften, zurückgeben." Auch Michael Meurers Geschäftsführer des City-Kaufhauses, begrüßte es, dass zusammen mit dem Lions Club die Gutschein-Aktion zustande kam. Der Leiter der Gaggenauer Tafel, Josef Hartmann, bedankte sich im Namen der Kinder für die Spende.

Neben Lions Club und City-Kaufhaus sorgte die Firma Ball-Fischer wie schon die Jahre zuvor mit einer großen Lebensmittelspende dafür, dass zu den Weihnachtstagen ausgiebig gebacken und gekocht werden konnte. Und innerhalb der konzernweiten Daimler Weihnachtsaktion "Schenk ein Lächeln" haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Mercedes-Benz Werk in Gaggenau mit 135 Päckchen an die "Tafel-Kinder" gedacht (wir berichteten).