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Weihnachtsessen für Bedürftige im Gemeindesaal von St. Josef

presse ein reich gedeckter tisch

Viele Sponsoren und Ehrenamtliche hatten dafür gesorgt, dass das Weihnachtsessen
für Bedürftige für jeden Geschmack etwas zu bieten hatte

Gutes Essen ist sehr wichtig, findet Agostino Mimmo und tafelt schon seit längerem mächtig auf. Jeder, der sich sonst ein feudales Essen "mit allem Drum und Dran" eher nicht leisten kann, der war eingeladen, am reich gedeckten Tisch unterm Dach von St. Josef Platz zu nehmen.

Dass es ausreichend Geschirr, liebevolle Deko, die am Ende mitgenommen werden durfte, reichlich mit Leckereien befüllte Teller und vieles mehr gab, dafür zogen ganz viele Sponsoren und vor allem Ehrenamtliche an einem gemeinsamen mächtig dicken Strang.

"Wir machen das ja nicht zum ersten Mal", sagt Agostino Mimmo angesichts des üppigen Buffets, das im weihnachtlichen Gemeindesaal entstand. Ein besonderes obendrein. Es lud die Menschen zum Essen ein, die sonst kaum Gelegenheit haben in einem Restaurant zu speisen. Und darum geht's, erklärt der Chef von Toni's Pizza Express, der fest zum Kern von Gaggenau gehört. Auch in Sachen sozialer Verantwortung, die hier gezeigt wurde. Ganz nach Gusto durfte hier jeder wählen. Putenfleisch, Salate, Beilage, Pizzabrot und vieles mehr schuf eine gute Grundlage um gemütlich beieinander zu sein. Eine kleine Gruppe älterer Damen hatte am Ende eines der langen mit Damast eingedeckten Tische Platz genommen.

Zwischen einer Fülle von Weihnachtssternen und grünen Zweigen, welche die Gärtnerei Kamm beigesteuert hatte, Weihnachtskugeln und Engelchen, die Ulrike Tobisch-Kohlbecker vom Basar der Soroptimisten beschaffen konnte, fanden schließlich auch ihre voll beladenen Teller noch ein wenig Raum. "Wir kommen jedes Jahr", verriet eine der Damen, dass die Zusammenkunft als solche für sie das besondere Highlight sei.

Unter den Gästen befanden sich auch viele Asylbewerber und Neubürger. Aus Afghanistan stammen ihr Mann und sie, berichtet eine junge Frau, die durch eindrucksvolle Deutschkenntnisse beeindruckt und zwischenzeitlich, nach einer Überbrückungsphase im Bad Rotenfelser Ochsen längst Fuß gefasst hat in Deutschland. Mit Mann und dem zweijährigen Sohn lebt sie nun in einer eigenen Wohnung. Doch, Weihnachten, das kenne sie wohl. "Wir sind Christen", lautet die Erklärung hierzu.

Es wurde immer wieder die Gelegenheit genutzt, miteinander ins Gespräch zu kommen, während die kleinen Gäste sich quasi als Nachspeise bei Kindgenau auf allerlei Weise betätigen konnten. Getränke, Deko, Essen und vieles mehr gab es also, was die verschiedensten Institutionen bis hin zur Stadt und zur Tafel zusammengetragen hatten. So stand nach einer kleinen Ansprache vom Vorsitzenden der Tafel, Josef Hartmann, und kurzen Worten von Matthias Richzenheim von der Katholischen Seelsorgeeinheit Gaggenau einem gesegneten Appetit nichts mehr im Wege.

Diskret im Hintergrund hielt sich Agostino Mimmo, der sich gemeinsam mit seinem Bruder schon seit 22 Jahren in der sozialen Verantwortung sieht. Seither richten sie traditionell ein solches Weihnachtsessen aus. Als er vor sechs Jahren nach Gaggenau kam, knüpfte er die notwendigen Kontakte. Zum vierten Mal füllte er nun bereits die Teller der besonderen Gäste.