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Gaggenauer Tafelverein zieht positive Bilanz / Kunden aus allen Murgtalgemeinden

Mit der Zusammenfassung, dass die Tafel auch 2016 wieder ein verlässlicher Lieferant von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln für Bedürftige war, eröffnete Vorsitzender Josef Hartmann die Jahreshauptversammlung am Freitagabend. Nach den Jahren des Aufbaus und der Konsolidierung als Verein stand das abgelaufene Jahr weiter unter dem Aspekt des hohen Anstiegs der zum Einkauf berechtigten Personen aus dem Vorjahr. Das bedeutete für die ehrenamtlichen Helfer eine hohe Belastung, die sie aber nach seinen Worten mit großem Engagement hervorragend meisterten und wofür er allen seinen Dank aussprach.

Die Arbeit fällt aber nicht nur im dienstags und freitags von 13 bis 15.30 Uhr geöffneten Laden in der Bahnhofstraße an. Von montags bis donnerstags werden täglich die großen "Lieferanten", hauptsächlich Lebensmitteldiscounter von Gaggenau bis Weisenbach, angefahren. Am Dienstag und Freitag sind zusätzlich noch Bäckereien und Lebensmitteleinzelhändler an der Reihe. Die bis zu 120 Kisten pro Tag werden von rund zwölf Mitarbeitern anschließend begutachtet und für den Verkauf im Laden zusammengestellt.

Durch zusätzliche Sachspenden und Sammelaktionen, aber auch Geldspenden, wird die Arbeit der Tafel finanziell gesichert, die allein durch die Verkaufserlöse nicht möglich wäre. 2016 waren dies zum Beispiel 420 Lebensmitteltüten im Wert von jeweils fünf Euro durch die Discounter, Sammelaktionen an Kindergärten und Schulen wie der Ottenauer Merkurschule oder in verschiedenen Firmen. In diesem Zusammenhang erwähnte Hartmann, dass die Spendenbereitschaft nach wie vor sehr groß sei und bedankte sich noch einmal ausdrücklich bei allen Unterstützern für die finanzielle Hilfe.

Schatzmeister Thomas Seifert musste in seinem Bericht von einem geringem Verlust berichten. Der "tut dem Verein aber nicht weh, da er keine kritische Höhe hat" und im laufenden Jahr voraussichtlich durch die Anpassung von Kalkulationsfaktoren wieder auf die erwünschte schwarze Null zurückgeführt werden könne.

Oberbürgermeister Christof Florus bedankte sich für das große ehrenamtliche Engagement bei der Tafel und bezeichnete die Helfer als "ganz wichtige Menschen". Da die Kunden aus allen Murgtalgemeinden jeweils rund 30 Prozent ausmachen, will er nachfragen, ob bei der Gesellschaft für kommunale Zusammenarbeit Murgtal eine Spende ermöglicht werden kann.